Vier Jahre sind seit der Veröffentlichung meines Buches " Sei lieb zu Berndi " vergangen. In diesen vier Jahren habe ich an verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen und beruflich wie auch menschlich interessante und schöne Erfahrungen machen dürfen.
Seit kurzem arbeite ich an einem neuen, anspruchsvollen Projekt und um es verwirklichen zu können, benötige ich sehr viel Zeit.Aus diesem Grund möchte ich die bisherige Arbeit und damit auch die Homepage aufgeben.Sie haben noch bis Ende Mai die Möglichkeit, mich über die Homepage zu kontaktieren, die E-Mail: seiliebzuberndi@yahoo.de bleibt selbstverständlich aufrecht. Der Bücherkauf ist über die E-Mail- Adresse oder beim Buchhandel weiterhin möglich.
Ich möchte mich ganz herzlich für Ihr Interesse und die vielen Zuschriften bedanken. Ich wünsche Ihnen alles Gute und bleiben Sie wachsam im Kampf gegen " sexuellen Missbrauch und Gewalt an Kindern. "
Alle Liebe, Ihre Anita Ossinger
Abschaffung der Verjährungsfrist bei Sexualstraftaten - Solidaritätserklärung
Liebe Homepage Besucher,
immer wieder mache ich mir intensiv Gedanken, wie man es schaffen könnte, den Gesetzgeber zu zwingen, die längst überfällige Verjährungsfrist bei Kindesmissbrauch, die einzig und allein dem Schutz der " Täter " dient, abzuschaffen.
Bisher ist es doch so, dass in der Öffentlichkeit immer nur von " Zahlen " gesprochen wird, die so genannte " Dunkelziffer " aber um ein vielfaches höher liegt. Dass es sich bei diesen Zahlen, die meist von Nicht-Betroffenen in den Mund genommen werden, um tief verletzte und geschundene Kinderseelen handelt, die ein ganzes Leben lang darunter leiden müssen, interessiert in Wirklichkeit niemanden.
Anders ist es nicht zu verstehen, wenn unsere amtierende Justizministerin, Frau Mag. Bandion-Ortner vollmundig vor der Presse erklärt: " was die Verjährungsfrist bei Kindesmissbrauch anbelangt, sehe ich keinen Handlungsbedarf, unsere derzeitigen Gesetze sind vollkommen ausreichend."
Es ist noch nicht so lange her, da hatte ich ein Bild vor meinen Augen und zwar sehe ich viele Menschen vor mir mit einer Kerze in der Hand, jedes Licht für eine verletzte Seele, manche halten in ihren Händen ein Transparent mit der Aufschrift:
"Ich wurde von meinem Vater missbraucht! "
ein anderes lautet:
" Ich wurde von meinem Lehrer missbraucht! "
ein anderes wiederum:
" Ich wurde von unserem Pfarrer missbraucht! "
Dafür gibt es unzählige Beispiele. Dieser Schweigemarsch sollte vor dem Parlament stattfinden . Damit würde die Ignoranz der Gesetzgeber auf den Prüfstein gestellt. Ich bin mir bewusst, dass für viele Opfer dieser Schritt eine unwahrscheinliche Überwindung bedeuten würde. Aber ich denke, dass die Zeit reif ist , auch an die vielen kleinen Kinder zu denken, denen wir vielleicht diese schmerzhafte Erfahrung ersparen können.
Aus diesem Grund würde ich mich sehr freuen wenn Ihr Euch in mein Gästebuch mit Euren Beiträgen zu Wort meldet.
Mit Eurem Eintrag schafft Ihre einen Beitrag zur Abschaffung der Verjährungsfrist. Außerdem können wir gemeinsam feststellen,wie viele Menschen dazu bereit sind, mit uns gemeinsam diesen Weg zu gehen.
Nur durch unser gemeinsames S I C H T B A R W E R D E N werden aus den anonymen Zahlen Menschen aus Fleisch und Blut, Menschen wie Du und ich!
Herzlichst Eure Anita Ossinger
Im Jahre 1973 legalisiert der österreichische Staat den Missbrauch an einem Kind. Der zu schwerem Kerker verurteilte Lehrer wird begnadigt und erhält die Erlaubnis, das von ihm geschwängerte 13-jährige Kind zu heiraten; er kann also "ganz legal" den Missbrauch an seinem Opfer über Jahre fortsetzen. - 1976 wird dieser Pädophile sogar als pädagogischer Mitarbeiter im SOS-Kinderdorf in Salzburg angestellt. Zahlreiche seelisch schwer beeinträchtigte Waisenkinder werden somit einem Straftäter anvertraut. Der österreichische Staat setzt dem ganzen die Krone auf und übernimmt seinen gefallenen Staatsdiener wieder in den Schuldienst. Erst als die Eltern eines ganzen Dorfes gegen den unfähigen Lehrer mobil machen und sich weigern, ihre Kinder weiter in die Schule zu schicken, muss der österreichische Staat reagieren und befördert seinen Schützling in die Frühpension, wo er auf Kosten des Steuerzahlers bis heute ein beschauliches Leben führt. Sein ihm anvertrautes Opfer wurde nach sechsjährigem Scheidungskrieg endlich schuldlos von ihm geschieden. Dieser lange Leidensweg, vom ersten sexuellen Missbrauch bis zur Scheidung, wird in diesem Buch dokumentiert.